CIA (1944) Für Agenten in feindlichen Firmen Handbuch zur Sabotage von Organisationen

Auszug aus dem Sabotage Manual der CIA

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Hand aufs Herz: Wie viele Meetings in der letzten Woche waren wirklich produktiv? Eben. Kennen wir auch.

Auf der Suche nach besseren Meetingformaten haben wir recherchiert, wo Meetings besonders schlecht laufen. Wir wurden schließlich bei der CIA fündig: Die CIA (genauer: ihr Vorläufer OSS) hat auf 32 Seiten Tipps für Under-Cover-Agenten gesammelt, um unauffällig die Produktivität in feindlichen Organisationen zu sabotieren. Unser Fazit: Das ist verblüffend aktuell. Und für jeden Meetingraum gemacht. Deshalb gibt es die Tipps hier kostenlos zum Download (PDF) und als gedrucktes Poster für alle Meeting-Warriors.

Auch nicht Vorenthalten wollen wir Euch, wie wir seitdem an unsere Meetings herangehen (wenn es überhaupt welche braucht). Wie Meetings, nur schneller und mit konkreten Ergebnissen:

Never permit shortcuts

Gesten als Short-Cut: Durch Gesten kann man Zustimmung und Ablehnung kommunizieren. So wird oft ein Konsens sichtbar und eine Diskussion hinfällig.

Make speeches

Hartes Time-Boxing: mit visuellen Timern das Meeting auf 60 Minuten begrenzen. Nicht besprochene Agenda-Punkte fallen heraus und können beim nächsten Mal wieder auf die Agenda genommen werden.

Refer to committees

Kleinstmögliche Entscheidungsebene: Lieber die Idee/Lösung oder den Vorschlag so lange verändern, dass das Team autark entscheiden kann, anstatt die Entscheidung auf übergeordnete Ebenen zu heben. #autarketeams

Bring up irrelevant issues

“Entscheidung / Feedback / Info”-Struktur: Jeder Agendapunkt wird im Vorfeld (!) einer der drei Kategorien Entscheidung, Feedback, Info zugeordnet. Nur Lösungsvorschläge kommen in die Kategorie Entscheidung, keine Probleme! Entscheidungen werden zuerst abgearbeitet, sodass unwichtigere Agendapunkte aus den Kategorien Feedback und Info im Zweifel am Ende übrig bleiben.

Haggle over precise wordings

Harte Moderation: Jedes Meeting wird durch einen Moderator geführt. Der Moderator wiederum kann bei Diskussionen, die drohen auszuufern Feedbackrunden vorschlagen. Hier darf jeder Teilnehmer nur einmal Feedback geben. So findet jede Diskussion ihr Ende!

Re-open questions from previous meetings

Die “Warum nicht mal ausprobieren?”-Strategie: Wir alle kennen die Zukunft nicht und dementsprechend auch nicht die perfekte Lösung. Mit einfachen Experimenten starten, im Laufe der Zeit verfeinern.

Advocate caution

Das “Ja” als Standardantwort: Ein Lösungsvorschlag verdient es ausprobiert zu werden. Nur wenn der Test selbst schon negative Auswirkungen hätte, wird die automatische Zustimmung noch einmal diskutiert.

Decision lies in jurisdiction of this meeting?

“Ask for forgiveness, not permission”: Wir präferieren das Machen, anstatt sich erst lang und breit die Erlaubnis von jedermann und jederfrau zu holen. Heißt auch: Im Zweifel werden Fehler gemacht, aus denen wir aber sicherlich auch viel lernen können, um es beim nächsten Mal besser zu machen.

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